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Fay, Du warst etwas ganz Besonderes….. Du kamst im Mai 2009 in Kronau an und ich sah Dich nur einen Augenblick lang in deiner Box sitzend, vor Angst zitternd und ich hörte zum ersten Mal Dein besonderes,
lautes Miauen. Ich spürte für einen kurzen Moment, dass Du einzigartig bist, der Funke sprang gleich über …. aber Du warst vermittelt - und somit auch gleich wieder aus dem Kopf… 2 Monate später rief Herr B., Dein Adoptand,
an und sagte, dass Du so laut schreien würdest, Tag und Nacht, so dass sie nicht mehr schlafen und arbeiten könnten und Dich so nicht behalten könnten. 1 Stunde später war ich bei Dir und holte Dich ab. Du musstest
einige Untersuchungen über Dich ergehen lassen, um abzuklären, ob dein Schreien eine organische Ursache hat. Es wurde zwar festgestellt, dass Du eine Wirbelsäulenveränderung hast und bekamst Schmerzmittel, auch waren die
Nierenwerte nicht die besten, aber all das erklärte nicht dieses ununterbrochene Schreien über einen langen Zeitraum. Ich behielt Dich bei mir, Du warst eine etwas eigensinnige, aber sehr liebe Katze. Mit den anderen
Fellchen wolltest Du nichts zu tun haben, sie respektierten Dich aber und niemand fauchte Dich auch nur an. Du lebtest im 1. Stock in Deiner Welt und kamst nur herunter, wenn Du wolltest und dann fordertest Du lautstark Futter
oder Streicheleinheiten. Bald merkten wir, dass Du so laut schreist, weil Du Dich selbst nicht hören kannst – Du warst taub. Überhaupt hörten wir dieses laute Schreien nur, wenn Du etwas wolltest, sonst lagst Du meist ruhig
und zufrieden in Deinem Körbchen. Wir denken, dass Du schon eine Katzen-Oma warst und Deine Ruhe haben wolltest. So ging das monatelang und es war okay so.
Wir zogen eine Tierkommunikatorin zu Rate, die uns erstaunliche Dinge über Dich mitteilte. Sie benannte exakt die schmerzhaften Stellen an Deinem Körper, die auch die Tierärztin als problematisch angab. Auch meinte
sie, ohne Dich zu kennen, dass Du sehr alt seiest und kaum noch Energie hast. Sehr erschüttert hat uns die Aussage, dass Du ein glückliches Zuhause hattest und einen Partner, einen Kater, der so aussah wie Du, und dass Du nicht
weißt, wie Du dieses Zuhause verloren hast, und dass Du geschrieen hast - ganz laut - aber es hätte nichts genützt, man hätte Dich einfach weggebracht….. Es passte alles genau, so traurig erlebten wir Dich auch und schlossen
dich noch mehr ins Herz. Du warst ein eigensinniges kleines Persönchen und wirktest so traurig, als ob Du nicht mehr leben wolltest. In der Winterzeit zogst Du um ins EG, wo sich das Leben unserer Familie abspielte. Du
wolltest nun auch dabei sein und fingst an Dich zu „öffnen“, lagst gern am warmen Ofen, gingst sogar ab und zu im Garten spazieren, nie weit weg, sondern nur ein paar Meter um Sonne zu tanken. Letzte Woche warst Du dann 3
Stunden überfällig, wir suchten Dich, doch Du konntest unsere Rufe nicht hören. Wie glücklich waren wir, als Dich unsere Nachbarn auf dem Arm brachten. Dein Herz schlug vor Aufregung ganz stark und Du schienst froh zu sein,
wieder bei uns zu sein. Leider gingst Du am folgenden Tag wieder fort – warum? Nach langem Suchen über Stunden, die Dämmerung brach bereits an, fanden wir Dich nochmals wieder. Nun passten wir aber auf, dass Du nicht mehr
unbeaufsichtigt hinaus gingst. Leider fing Dein Auge an zu tränen und zu eitern. Die Tierärztin stellte eine Hornhautverletzung fest, Du musstest 2-stündlich behandelt werden mit Salbe und Augentropfen, es war eine
Quälerei für Dich. Du wolltest nicht mehr, Dein Zustand verschlechterte sich zusehends und das Auge auch. Die Tierärztin legte uns ans Herz Dich gehen zu lassen, da Du schon so alt bist und schon so viel mitgemacht hattest. Es
war eine sehr schwere Entscheidung, Du hattest Dich so in unsere Herzen geschlichen und wir dachten, Du wärest jetzt endlich „angekommen“, da sollten wir Dich nun gehen lassen?
Du zeigtest uns aber, dass Du gehen möchtest und wir respektierten es schweren Herzens. Lebe wohl, arme alte Fay, gehe über die Regenbogenbrücke und finde Deinen Frieden und vielleicht auch Deinen Partner, der so aussah wie
Du und den Du so vermisst hast. Deine Pflegemama Gabi
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