Anni

Liebe Christin,
liebe Frau Weber,

leider mussten wir uns gestern von unserer Anni verabschieden. Zwei Jahre ging es ihr richtig gut – und uns ebenfalls. Taubheit und zunehmende Sehschwäche konnte sie gut kompensieren, die Inkontinenz war im Griff und der Krebs durch die OP in 2016 entfernt und besiegt. Die Arthrose war vorhanden, aber wir konnten sie mit homöopathischen Mitteln und Physiotherapie gut im Griff behalten. Viel Spaß haben ihr auch die Termine auf dem Unterwasserlaufband bereitet.

Allerdings gab es gegen Ende Mai diesen Jahres wohl einen Arthroseschub, den wir mit Umstellung der Medikation sehr schnell wieder in den Griff bekommen konnten, aber die Bewegungen wurden danach insgesamt langsamer und mühsamer und die Wegstrecken, die wir jetzt noch gemeinsam gehen konnten kürzer. Aber wenn sie erst einmal lief, dann klappte alles ganz gut. Die Bewegung musste sein, um den weiteren Muskelverfall in Grenzen zu halten und die Spaziergänge haben ihr auch Freude bereitet. Dann machte ihr auch noch der heiße Sommer zu schaffen, aber auch die richtig heißen Tage haben wir gut überwinden können. Wir sind dann einfach gemeinsam in den Keller umgezogen, bis es wieder kühler wurde. In den letzten drei Wochen musste Anni dann aber doch zusätzlich Novalgin-Tabletten gegen die Arthroseschmerzen nehmen, welche sie erstaunlich gut vertragen hat. Damit kam sie dann wieder gut zurecht.

Nun hatte sich nach Diagnose unserer Tierärztin sehr plötzlich eine Kompression im Rückenmark gebildet, die dazu führte, dass Anni ihren rechten Hinterlauf, wohl auch aufgrund der damit verbundenen Schmerzen, kaum noch benutzen konnte. Am Dienstagmorgen ist sie noch toll gelaufen und wir haben gemeinsam, wie immer eine nach und nach kleiner gewordene, altersgemäße Morgenrunde gedreht und am Nachmittag machte sich plötzlich das beschriebene Problem bemerkbar, das nicht mehr in den Griff zu bekommen war. Wir hätten ihr mit einer ganz aggressiven Medikation vielleicht noch einige wenige Tage verschaffen können. Da Anni die Medikamente der Schulmedizin jedoch nie so ganz gut vertragen konnte und da wir die Schmerzen nur hätten lindern, aber nicht mehr beseitigen können, haben wir dann, die für uns nicht leichte, aber notwendige Entscheidung treffen müssen. Anni war ein ganz tolles Familienmitglied und eine ganz tolle Freundin, so dass wir im Moment alle recht traurig sind.

Mit freundlichen Grüßen

Marita und Wilfried Koopmann

 

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