Sando

Sando war ein Hund aus Torre, um den wir uns wirklich große Sorgen gemacht haben. Es gab nur einen Arbeiter, der mit ihm zurecht kam und es war klar, dass dieser das Land in Kürze verlassen wird und die Schließung des Tierheims stand ja auch bevor. Was wird aus Sando? Wer kümmert sich um ihn? Wer traut sich das überhaupt zu? Was machen wir mit einem Hund, an den niemand ran will? Sein Leben lang in einen Zwinger?

Er ist ein Boxer, also fragen wir den Verein „Boxer und Freude“. Sie meinten, dass sie einen Platz brauchen, wo er richtig eingeschätzt und mit ihm gearbeitet werden kann und werden so einen Platz suchen. Gemeinsam wollen wir diesen Platz suchen und wurden bald fündig. Silke Storz von der Vierpfoten-Akademie nahm den Buben auf und meinte schon nach einem Tag, dass das ein toller Hund ist. Sie arbeitete mit ihm und gab bald Entwarnung. In den richtigen Händen ist er ein Traumhund und zur Vermittlung unter bestimmten Auflagen bereit.

Nun brauchte es noch einige Zeit, bis die richtigen Leute den Sando gefunden haben. Die Zeit muss man dann einfach haben. Solange konnte Sando bei Silke bleiben und die Boxerfreunde kamen für seinen Unterhalt auf.

Am Ende wurde für Sando alles gut. Wir danken dem Verein „Boxer und Freunde“ sowie Silke Storz von der Vierpfotenakademie für ihre Hilfe. Hier kann man sehen, wie große Erfolge erzielt werden können, wenn Vereine zusammen arbeiten.

Jetzt folgt ein Bericht von Sando`s Frauchen. Er lebt bereits seit einem Jahr glücklich und zufrieden mit einem Boxerkumpel in seiner neuen Familie. Es war ganz sicher nicht alles leicht, aber mit Konsequenz und viel Liebe sind alle glücklich.

Vielen Dank auch an die Familie, die sich nicht gescheut hat, einen Hund aufzunehmen, der nicht sofort in der Spur läuft und trotzdem immer an ihn geglaubt hat.

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Liebe Frau Prinzing, Frau Reibeholz und Olivia

Liebes Team in Spanien,

 

am 22.12.13 wird es 1 Jahr, dass wir Sando abgeholt haben. Die Zeit verging so schnell und wir haben schöne, aufregende, lehrreiche und lustige Stunden seit dem verbracht. Im Rückblick der 12 Monate hat sich gaaaanz viel bei uns getan. Die ersten Monate habe ich Sando sehr „kurz“ gehalten, er durfte nicht aufs Sofa erst recht nicht aufs Bett. Wenn gekuschelt wurde erst Anton dann er, und vor allem er musste sich mein Vertrauen verdienen und das hat er sich in soooo vielen Situationen!!!!!! Jetzt sieht unser Alltag anders aus 😉

 

Einige Arztbesuche standen auch an, mir war etwas mulmig zumute und ich sagte in der Praxis, dass es vielleicht etwas Zeit in Anspruch nimmt. Aber da wir in einer sehr guten Praxis sind haben alle Verständnis für ihn. Er mag alle Helferinnen und die zwei Ärzte geben  ihm bei jedem Besuch aufs neue die Zeit sie zu beschnüffeln ;-). Die Leishmaniose hat einen gaaanz kleinen Titer und wir haben sie noch nie mit Medis behandelt weil Sandos Körper diese ganz toll selbst reguliert (dann denke ich mir immer, ihm scheint es bei uns gut zu gehen, wenn sogar sein Körper zur Ruhe kommt 😉

 

Manche Menschen kann er noch immer nicht leiden, obwohl wir sie gar nicht kennen aber da ich ihn immer beim Spaziergang an der Leine habe (außer im Feld wo ich alles sehen kann) kann nichts passieren. Jetzt im Dunkeln ist es ganz extrem und dann zwei Jungs die beschützen… ich habe immer Platz beim laufen 😉 Vielleicht legt es sich irgendwann und wenn nicht, er ist eben eine kleine Persönlichkeit und bei mir muss kein Hund alles lieben oder sich auch von jedem streicheln lassen. Ich gehe auch Menschen, die mir nicht gut tun, aus dem Weg.

 

Abschließend möchte ich Ihnen noch einmal sagen: Ich (wir) sind soooo froh, dass Sando eine Möglichkeit über die Boxer und Freunde in Deutschland erhalten hatte, er nicht in Spanien vielleicht hätte „erlöst“ werden müssen weil man ihm keinen Zwinger zumuten wollte und vor allem, dass man uns die Adoption ermöglichte!!!! Er ist mein kleiner Schatten geworden, überall wo ich sitze oder mich befinde ist er nicht weit. Wenn ich mich zu ihnen setze ist Sando der erste und schmiegt sich an mich oder legt sich neben mich und sein Köpfchen auf meinen Schoß (siehe Bild). Anton liebt ihn und manchmal vielleicht zu sehr, so dass Sando flüchten muss vor seinen Spielaufforderungen ;-)) rundum ER IST SUUUUPER!!!!

 

Auch möchte ich meinen größten Respekt aussprechen vor Ihnen allen, die sich so viel Mühe im Tierschutz machen, vor allem den Helfern vor Ort die sich mit Sicherheit oft die Frage stellen, wofür Sie diese Sisyphus-Arbeit machen, wenn sie oft Tiere unter den schlimmsten Umständen und Zuständen erhalten. Ihr macht es für Hunde wie Sando, die glücklich sind ein normales Leben erhalten zu dürfen. Vielen Dank, das es Sie alle gibt!!!!

 

Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Tieren eine schöne

besinnliche Weihnachtszeit und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr!!!

 

Francis mit Anton und Sando

 

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